Mit Sisyphos auf Asienreise

    Rollenreflexion und Fremdwahrnehmung in Günter Grass' Kopfgeburten oder Die Deutschen sterben aus

    Der Aufsatz analysiert die Rollenreflexion des Erzählers und Strategien der Fremdwahrnehmung in Günter Grass' Kopfgeburten oder die Deutschen sterben aus. Die Rollenreflexion ist durch drei wesentliche Merkmale gekennzeichnet: Zum einen durch einen an Robert Musil erinnernden 'Möglichkeitssinn', der sich in den verschiedenen Kopfgeburten und utopischen wie auch dystopischen Selbstvermöglichungsstrategien zeigt; zum anderen durch Grass' Identifikation mit der mythischen Gestalt Sisyphos, bedingt durch seine Rezeption dieses Mythos in der von Camus geprägten Interpretation; drittens, durch die in der Struktur des Buches angelegten Problematik der Medieninterrelation. Der zweite Teil dieser Arbeit behandelt die vom Autor vorgestellten Strategien der Fremdwahrnehmung. Die Reise von Harm und Dörte und mit ihr das Programm der Sisyphos-Reisegesellschaft kann als negatives Beispiel des Versuchs der Annäherung an eine fremde Kultur verstanden werden. Im Gegensatz dazu steht der (theoretische) Ansatz des Autors, dessen Darstellung die Arbeit abschließt.
     
    Der Aufsatz wurde 2005 auf dem Dokumentenserver der Freiburger Universitätsbibliothek veröffentlicht und ist zugänglich unter der Web-Adresse: http://freidok.ub.uni-freiburg.de/volltexte/1841/
     
     
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